Skype for Business Server 2019 kommt Ende 2018

Lange erwartet, nun von Microsoft auf der Ignite in Orlando angekündigt: Der Skype for Business Server 2019 wird im vierten Quartal 2018 veröffentlicht. Dies bedeutet, dass Skype for Business als On-Premise-Lösung weiter Bestand haben wird. Der Skype for Business Server erhält mit der Version 2019 noch einmal ein Refresh sowie erweiterte Funktionen im Hybridmodus mit Office 365 wie zum Beispiel Auto Attendant und Call Queues. Die Koexistenz mit Microsoft Teams wird zukünftig im Hybridmodus unterstützt.

Die neue Version wird nur auf Windows 2016 und in Verbindung mit einer vollen SQL 2016 Datenbank unterstützt: Eine Migration von Skype 2015 auf die neue Version muss deshalb Side-by-Side erfolgen, ein In-Place-Upgrade einer Standard Edition ist nicht möglich. Der Skype for Business Server 2019 unterstützt künftig zudem Call Analytics und Retention im Hybridmodus in der Cloud. Somit gibt es ein einheitliches Dashboard für beide Versionen. 

Die Server-Version 2019 soll auch ein neues Tooling für Rufumleitungen anderer Teilnehmer im Standard bringen. Dies muss dann nicht mehr über SEFAUTIL administrativ erfolgen. Die Unterstützung der Group Chat Funktion und der Skype 4B Director Server wird in der neuen Version 2019 nicht mehr zur Verfügung stehen.

In Verbindung mit der neuen Server-Version ist der Client von Skype for Business zukünftig als Click-To-Run-Version und nicht als MSI-Paket verfügbar. Die bestehenden UCMA- und UCWA-Schnittstellen bleiben bestehen, damit ist weiterhin die Funktion bisheriger Add-ons wie z.B. Busy-on-Busy, Chef-Sek-Funktion, Vermittlungsplätze oder ACD und DECT gewährleistet. Survivable Branch Appliances und Branch Services werden weiterhin unterstützt, allerdings auf Code Basis des Skype Servers 2015. Der Skype for Business Server 2019 wird die alten Verschlüsselungsmethoden TLS 1.0 und TLS 1.1 nicht mehr unterstützen.

Mit der Erweiterung der auf Office 365 basierten Skype for Business Version um Microsoft Teams wird auch die Funktion Cloud Connector Edition nicht mehr zur Verfügung stehen. Aktuell ist es geplant, dass Kunden eigene SIP-Trunks mit der Office 365 Teams-Umgebung künftig verbinden können sollen – Bring your own SIP-Trunk. Ein Termin, ab wann dieser Service zur Verfügung steht und ob darüber dann auch noch Skype for Business online unterstützt wird, ist noch nicht bekannt. Ebenso ist offen, ob weiterhin ein eigener SBC benötigt wird oder ob der Provider direkt über einen Cloud SBC gekoppelt werden kann. Aus diesem Grund ist zu empfehlen, vorerst im Hybridmodus mit Skype for Business on-premise  zu agieren. Damit sind maximale Flexibilität und der Investitionsschutz gesichert.


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