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Eine Technologie aus dem Hobbykeller?

Die These, dass es nicht immer Gründe für den Einsatz von Voice over IP gibt, stellte Wolfgang Rieger, SWS Computersystem, im Rahmen seines Vortrages auf, um sich  gleich darauf zu widerlegen. "Warum sollten Sie sich mit einer neuen Technologie wie  VoIP beschäftigen, wenn Ihr Vertrieb glücklich ist mit der vorhandenen TK-Anlage, Sie weder einen Call Center noch einen Neubau Ihrer Firmengebäude planen", so Rieger. Seine Gegenüberstellung der TCO (total cost off ownership) für eine TK-Anlage und für eine VoIP-Anlage zeigte jedoch deutliche Einsparpotenztiale. "Stellen Sie allein die festen jährlichen Wartungskosten für Ihre TK-Anlage und die variablen für Patchen, Umprogrammieren etc. den Wartungskosten für den jährlichen Hardware- und SoftwareService für eine VoIP-Anlage gegenüber." Neben diesen Kosten ergeben sich laut Rieger zudem Potenziale durch Konvergenz: Keine lang laufenden und teuren TK-Verträge, Unabhängigkeit vom Hersteller, Nutzung der gemeinsamen wireless Infrastruktur, offene Plattformen und Standards waren nur einige seiner Stichworte. Außerdem: "Durch den problemlosen Einsatz neuer Applikationen wie Unified Messaging und Personal Assistant erhöhen Sie die Produktivität Ihrer  Mitarbeiter. Ihre Kunden sind zufriedener, da neue Standorte oder Mitarbeiter schnell integriert werden, Sie Zeit gewinnen bei der Applikationsentwicklung, die Komplexität  des neuen Netzwerks verringert wird und insgesamt die Agilität Ihres Unternehmens  steigt." Der beste Zeitpunkt für den Einstieg in die VoIP-Technologie ist für Rieger der Umzug  eines Unternehmens oder die Eröffnung einer Zweigstelle, das Ende des Miet- oder Leasingvertrages, wenn die Altanlage nicht weiter aus- oder umbaufähig ist, eine Voice-mail- und Faxintegration ansteht oder neue CTI-fähige Applikationen zum Einsatz kommen sollen. Für Rieger ist die Zukunft schon Gegenwart: "VoIP ist seit langem aus dem Hobbykeller  der Spieler und Bastler verschwunden und entwickelt sich zur Multimedia-Kommunikationsplattform", lautet sein Fazit.

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