REPORT
Auf der sicheren Seite mit der elektronischen Signatur
Die 2002 gegründete secrypt GmbH entwickelt Software-Lösungen, die die Authentizität, Manipulationsschutz und Vertraulichkeit für sensible Dokumente und Daten in elektronischen Netzwerken gewährleisten. Das Berliner Unternehmen bietet Software für den Einsatz der elektronischen Signatur, SmartCards und sichere elektronische Dokumente sowie leistungsstarke und skalierbare 2D-Barcode-Technologie.
Vosteuerabzug gefährdet
In seinem Vortrag beim datac PartnerForum betonte Patrick Lieberkühn von secrypt Berlin, dass in den wenigsten Unternehmen bekannt ist, welche Konsequenzen die Gesetzesänderung zur Gültigkeit von Rechnungen, die per Computerfax oder E-Mail versandt werden, hat. „Das Bundesfinanzministerium hat verfügt, dass diese Rechnungen mit einer so genannten qualifizierten elektronischen Signatur versehen sein müssen. Wer diese Änderung nicht umsetzt, gefährdet bereits seit 30.6.2004 den Vorsteuerabzug“, so der Rechtsanwalt. Die elektronische Signatur ist Voraussetzung, dass der Rechnungsempfänger die in der Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuerabzug geltend machen kann.
Autmatisierte Massensignatur: Bis zu 36.000 pro Stunde
In Live-Demos stellte Lieberkühn vor, wie Rechnungen mit der Software um einen zweidimensionalen Barcode ergänzt werden, der alle notwendigen steuerrelevanten Rechnungsangaben inklusive Signatur speichert. Er demonstrierte ebenfalls, wie der Empfänger mittels Einscannen des Dokuments und der entsprechenden Software die elektronische Signatur quasi entschlüsseln und somit überprüfen kann. Die Überprüfung der Echtheit des Zertifikats erfolgt dabei online bei einem der Trustcenter, die die Signaturerstellungseinheiten für eine qualifizierte elektronische Signatur ausstellen. Den Empfängern von elektronisch signierten Rechnungen stellt secrypt auf seiner Website das Prüftool kostenlos zur Verfügung. „In Kombination mit der Kommunikationssoftware mrs können wir die automatisierte Massensignatur mit dem digiSeal server anbieten“, erklärte Lieberkühn. Hier können mehrere Signaturkarten parallel bzw. so genannte Mehrfach-Signaturkarten eingesetzt und beispielsweise bis zu 36.000 Signaturen pro Stunde realisiert werden.
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