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Sind wir bereit für VoIP?
Klassische Telefonnetze werden zunehmend von Next Generation Networks abgelöst – so genannten Voice over IP-Netzen. Mit den Vor- und Nachteilen der Konvergenz – der Integration einzelner Netze in größere, zusammenhängende Netze – beschäftigt sich Matthias Stender, Geschäftsführer datac Kommunikationssysteme, im folgenden Fachartikel.
Neue Funktionen und Dienste
“Konvergenz ermöglicht prinzipiell den Betreibern, die üblicherweise getrennten Sprach- und Daten-Netzwerke zu vereinen und so neue, unterschiedlich integrierte Kommunikationsservices zu bieten”, erklärt Stender. So verändern Konvergenz-Technologien die Art der Betreiber, Sprache und Daten zu übertragen. Voraussetzung: Das Public Switched Telephone Network (PSTN) als eines der ältesten, existierenden Kommunikationsnetzwerke muss überarbeitet werden. Denn das Wachstum des Internets hat erheblich die Menge an Daten, die über das PSTN verarbeitet werden, erhöht. Betreiber verwenden nun neue Technologien, um Sprache, Daten und integrierte Services zu übermitteln und um die zugrunde liegende Infrastruktur zu vereinfachen – so werden Kosten und Aufwand reduziert. Konvergenz-Technologien sind vollständig integrierbar in die bestehende PSTN-Infrastruktur und umgekehrt. Sie bieten die gewohnten Sprachqualitäten, darüber hinaus neue Funktionen und Dienste im gesamten Bereich der Kommunikation.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Bei Neuinvestitionen in ein Leitungsnetz wird nur noch eine Zuführung je Arbeitsplatz benötigt. Computer und Telefon teilen sich einen Anschluss. Bei Einsatz globaler SIP-Provider können Endgeräte an beliebigen Einsatzstellen positioniert werden. Mit einem entscheidenden Missverständnis muss jedoch aufgeräumt werden: Professionelle IP-Telefonie ist nicht kostenlos und darf nicht mit der oft verbreiteten Internet-Telefonie verwechselt werden. Im Privatbereich kann mit Qualitätseinbußen zu Gunsten preiswerter Telefonverbindungen kommuniziert werden, doch Bandbreiten sind nicht garantiert.
Mehr Flexibilität und Leistungsfähigkeit
“Bei der Planung für den professionellen Bereich müssen kritische Faktoren berücksichtigt werden. Das IP-Netz muss den Anforderungen der Sprachübertragung mit entsprechender Switch-Technik und Bandbreite gewachsen sein. Quality of Service ist das Schlagwort. Sprachpakete müssen gegenüber Datenpaketen priorisiert übertragen werden, Datenpakete dürfen nicht zu groß sein, damit sie die Leitungen nicht blockieren. Werden diese Prämissen nicht berücksichtigt, ist die Qualität bei der Sprachübertragung nicht akzeptabel”, betont Stender. Folge: Im Vergleich zur herkömmlichen 2-Draht-Technologie sind die Kosten für VoIP nicht zu vernachlässigen. Auch um Ausfallsicherheit garantieren zu können, müssen die aktiven LAN IP Komponenten redundant ausgelegt werden: Sonst bedeutet der Ausfall des IP-Netzes auch das Aus für die gesamte Kommunikation nach außen für ein Unternehmen. Auf der anderen Seite bringen VoIP-Netze ein hohes Maß an Flexibilität für Unternehmen: beispielsweise bei der Neuorganisation von Arbeitsplätzen, bei Umzügen oder bei der Einbindung von Home Office-Arbeitsplätzen. Auch kann eine Standortvernetzung flexibel und leistungsfähig umgesetzt werden. Wenn ein Unternehmen kein zweites Kabelsystem mit VoIP mehr verwalten muss und das Patchen bei Umzügen wegfällt, ist mit einem hohen Einsparpotential zu rechnen.
Lösungen für jede Infrastruktur
Aussagen wie “moderne Unternehmenskommunikation wie Unified Messaging und CTI können erst mit VoIP realisiert werden“, widerspricht Stender. “Das können wir natürlich schon lange auch mit herkömmlichen Telefonanlagen realisieren. Auch die Information, eine Eigenwartung bzw. Bedienung der Telefonanlage sei erst mit VoIP möglich, ist Unsinn.” Telefonanlagen sind Rechner und werden schon seit vielen Jahren auf Basis von UNIX Betriebssystemen hergestellt. Allerdings halte auch er einige “kryptische und nicht intuitiv programmierte Administrationsoberflächen, die eine komfortable Bedienung oft schlicht verhindern,” für extrem verbesserungsfähig.
VoIP-Lösungen mit datac
datac wird mit seinen Lösungen den neuen Netzen und Technologien gerecht: Ob Anschalten an IP-Telefonanlagen über H.323 oder Signalisieren über SIP, datac unterstützt die aktuellen Protokolle. Eine IP Fax-Anbindung über T.38 Protokoll ist ebenfalls realisierbar. Wichtig: Vor Fax over IP warnt datac bei Firmen mit großem Fax-Aufkommen. Fax over IP-Lösungen bringen nicht die Leistungsfähigkeit moderner prozessorgestützter Fax-Hardware wie z.B. von Eicon Technologies. Übertragung über 14.400 Baud sowie die Fehlerkorrektur-Verfahren werden bei IP nicht unterstützt. Zudem darf eine Kompression auf den Datenleitungen nicht aktiviert sein. Bei T.38 muss in der Regel mit einer höheren Fehlerrate und Inkompatibilität mit verschiedenen Faxgeräten gerechnet werden.
Im Sprachbereich werden bei Einsatz von VoIP Technologien alle Leistungsmerkmale uneingeschränkt unterstützt: Voice Mail, ACD- und Contact Center-Funktionen sowie IVR-Lösungen können auf Basis von VoIP problemlos umgesetzt werden. Eine zusätzliche ISDN-Anbindung und die damit verbundene Hardware kann in diesen Fällen entfallen.
datac unterstützt mit seinen Lösungen sowohl reine IP-Kommunikationssysteme wie beispielsweise HIPATH 8000, Cisco Call Manager oder Asterisk, aber auch die IP- und Hybrid-Anlagen aller namhaften Hersteller wie Siemens, Alcatel, AVAYA, Ericsson oder Nortel. Mit allen Systemen sind neben der Übertragung von Voice over IP auch CTI- und Contact Center-Integrationen möglich.
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