PORR AG: Ein Unternehmen auf dem Weg zum digitalen Arbeitsplatz

Die Porr ist eines der größten Bauunternehmen Österreichs und gehört in Europa zu den führenden Full-Service-Providern im Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau. Europaweit hat datac Lösungen mit Skype for Business und Lync Enterprise umgesetzt.

Die PORR, eines der größten Bauunternehmen Österreichs, hat sich in einem dynamischen Markt mit starkem Wachstumspotenzial auf den Weg zur papierlosen Baustelle gemacht. Unter dem Motto "Roadmap 2020" hat das Unternehmen ein umfassendes Digitalisierungsprojekt zur unternehmensweiten Prozessoptimierung gestartet. Einer der Bausteine dieser Strategie ist das Konzept für eine neue Arbeitswelt. Für die Bürogebäude an allen Standorten wurde deshalb ein einheitliches Layout entwickelt. Es betrifft jedoch nicht nur die Raumaufteilung und Einrichtung, sondern auch die technische Infrastruktur: Skype for Business mit Enterprise Voice trägt dabei zu einer schnellen, effizienten und kostengünstigen Kommunikation bei.

Die Herausforderung

Zu den Heimmärkten der PORR zählen Österreich, Deutschland, die Schweiz, Polen und Tschechien. "Das Wachstumstempo der PORR ist hoch, es kommen immer wieder neue Standorte hinzu", erklärt Reinhard Lerch, der als Teamleiter IT-Projekt & Servicemanagement verantwortlich ist für die Umsetzung der Lösung mit Skype for Business im Rahmen des Digitalisierungsprogramms. Zum Zeitpunkt des Projektbeginns wurde bei der PORR bereits Microsoft Lync eingesetzt, allerdings ohne Telefonie. "Wir sind mit einem Prototyp für Skype for Business in München gestartet. Dort wurde bereits Microsoft Lync mit Enterprise Voice eingesetzt", erläutert Lerch. Damit wurde ein Konzept für die Aktualisierung auf Skype for Business und für die schrittweise Umsetzung an allen nationalen und internationalen Standorten entwickelt.

Die Lösung

Für alle Standorte in den Heim- und Projektmärkten der PORR ist nun eine Ablösung der bestehenden Telefonanlagen durch Skype for Business vorgesehen. Je Land ist ein zentraler Amtszugang über SIP-Trunks geplant. "Über Landesgrenzen gibt es keine Telefonanschlüsse. Deshalb gibt es in jeder Landeszentrale einen SIP-Trunk, über den die Telefonie der jeweiligen Landesniederlassungen angeschlossen wird." Dabei gilt es, so Reinhard Lerch, regionale Gegebenheiten zu berücksichtigen. "In Deutschland brauchen wir regionale Telefonnummern. Es ist nicht denkbar, dass die Niederlassung in München die Vorwahl der Hamburger Landeszentrale führt. In Österreich dagegen gibt es landesweit eine Hauptnummer mit entsprechenden Durchwahlen." Schritt für Schritt wird somit an allen Standorten die bestehende Telefonanlage zu Skype for Business migriert. Um ein Projekt dieser Größenordnung erfolgreich umzusetzen, spielt die Akzeptanz der Mitarbeiter die entscheidende Rolle. So wurden ein umfangreiches Konzept und vielfältige Maßnahmen für ein umfassendes Akzeptanzmanagement entwickelt. "Wir haben Schulungsmaterial entwickelt, das auf der PORR IT-Umgebung beruht. Es gibt Schulungsvideos und wir bieten in periodischen Abständen Webinare an." Alle Schulungen werden dabei von einem datac-Trainer durchgeführt.

Wesentlich für die Akzeptanz ist außerdem die Tatsache, dass Skype for Business mit Add-ons erweitert wurde, z. B. für ein komfortables Vermitteln von Anrufen. "Wir haben zusätzlich einen Showroom für den Test der Hardware wie Headsets eingerichtet. Nach der Teststellung haben wir einen fixen Hardware-Katalog entwickelt, der aus Sicht des Anwenders den jeweiligen Einsatzzweck kommentiert. Aus diesem Hardware-Katalog können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswählen und bestellen. Er ist konzernweit Standard", erklärt Lerch das Vorgehen.

Zum Akzeptanzmanagement des Unternehmens zählen zudem Maßnahmen wie entsprechende Schulungen des internen IT-Supports, ein aktives Servicemanagement und regelmäßige Mitarbeiterbefragungen. "Wir haben festgestellt, dass die Akzeptanz der Lösung sehr hoch ist. Es gibt immer eine gewisse Übergangsphase, dann ist das Feedback jedoch durchweg gut."

Das Fazit

Einen besonderen "Aha-Effekt" mit Skype for Business kann Reinhard Lerch bei Konferenzen und Meetings feststellen: "Das begeistert unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis ins Management - One-to-one-Meetings können einfach am Arbeitsplatz mit einem Klick durchgeführt werden, die Belegungssituation unserer Räume für Videokonferenzen hat sich entspannt." Dabei dürfe man auch das Potenzial für Einsparungen nicht unterschätzen. Eine Tochterfirma der PORR hat beispielsweise ihre quartalsweisen Management-Meetings umgestellt. "Die Teilnehmer reisen nicht mehr an, die Meetings finden online statt. Dabei begeistern nicht nur Funktionen wie Desktop-Sharing, sondern natürlich auch die eingesparten Reisekosten." Durch solche Erfahrungen ändere sich das Arbeitsverhalten Schritt für Schritt. "Wir beobachten einen Dominoeffekt."

Insgesamt beurteilt Reinhard Lerch das Projekt ausschließlich positiv. "Es gibt keine Kritikpunkte. Wir haben in datac Kommunikationssysteme den perfekten Partner - von der Projektidee über die Planung und Durchführung bis hin zum Training. Sehr wertvoll ist für uns auch das datac-Know-how, wenn es um Zusatzprodukte oder das Lizenzmanagement geht." Um schnell reagieren zu können, hat die PORR ein Dienstleistungskontingent bei datac eingekauft. "Wir können unmittelbar Leistungen abrufen, ohne interne Bestellprozesse. Somit können wir schnell reagieren. Das hat positive Effekte bei unseren Usern und fördert die Akzeptanz."

 

Das Projekt in Kürze

Die bisherige ITK-Struktur:
  • Heterogene Telefonanlagen
  • Microsoft Sync 2013
  • Microsoft Office
  • Communication Server
Die datac-Lösung:
  • Skype for Business mit Enterprise Voice
  • Migration von ISDN/SCM zu SIP
  • Anynode
  • Audiocodes SBC
  • Add-ons für Vermitteln
  • diverse Headsets